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Die Pfarrgemeinde Altenberge zählt aufgrund ihrer ursprünglichen Ausdehnung zu den Urpfarren des Bistums Münster, die vermutlich von Bischof Liudger gegründet worden ist.

Die erste Kirche wurde möglicherweise unterhalb des Paschhügels in der Nähe des heutigen "Kreisverkehr Am Schild" gebaut. Spätestens die romanische Nachfolgekirche wurde um 1100 am Platz der heutigen Kirche errichtet.

Das Patronat "Johannes Baptist" ist typisch für eine Kirche der ersten Phase der Missionierung. Über tausend Jahre alte Tonscherben, die 1970 bei Ausgrabungen in der Kirche gefunden wurden, scheinen das hohe Alter der Siedlung zu bestätigen.

pfarrkirche aussen

Die heutige Kirche ist um 1360 als gotische Hallenkirche über den Fundamenten einer schmaleren romanischen Kirche errichtet worden. Die ersten drei Joche sowie der Chorraum mit 5/8 Schluss stammen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Ebenso das prächtige Südportal, das früher als Haupteingang diente. Seine Fenster mit dem fein gegliederten Maßwerk und das verzierte Doppelportal bilden eine harmonische Einheit. Zu beiden Seiten sind alte Sonnenuhren zu erkennen. Auffallend sind die drei Quergiebel über den schlanken Fenstern; deswegen konnte die Kirche mit einem niedrigeren Dach als üblich gedeckt werden. In der südlichen Außenwand des Sakristeineubaus ist der Grundstein der alten Sakristei mit der Jahreszahl 1590 eingelassen. Er ist verziert mit dem Wappen derer von Kneheim. Der damalige Pastor stammte aus dieser Familie.

turm

Der viereckige Turm der romanischen Kirche von 1100 wurde erst im Jahre 1882 abgebrochen. Von 1882 bis 1884 wurde die Kirche durch den bekannten Münsteraner Architekten Hilger Hertel d.Ä. um ein ca. drei Meter höheres Joch nach Westen erweitert, außerdem wurde der 75 Meter hohe, weithin sichtbare Turm gebaut. An den Giebeln des neuen Jochs sind an der Nordseite die Hl. Katharina von Alexandrien und an der Südseite der Erzengel Michael dargestellt.

Seit April 2003 schmückt eine neue Johannes - Figur aus Sandstein das Hauptportal, geschaffen von dem Sendener Künstler B. Klöter. Die Figur ist eine Kopie einer sich heute in einem der Osnabrücker Museen befindenden Holzplastik des Meisters Evert von Raden, der um 1510 seine Werkstatt in der Salzstraße in Münster hatte. Mit diesem Auftrag wollte man 2003 wohl an die Erbauungszeit der hochgotischen Kirche anknüpfen.

johannes

Auf dem Weg zum Südportal steht linker Hand die überlebensgroße und 1983 gestiftete/aufgestellte Bronze-Plastik Johannes des Täufers. Die Statue ist nach einer erhaltenen Originalgussform des 1966 in Telgte gestorbenen Künstlers Hans Dinnendahl gestaltet worden.

(Diese Textsammlung basiert im wesentlichen auf einer Ausarbeitung von K.H. Stening, die als: Die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist stellt sich vor 1980 veröffentlicht wurde.)